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59)Bibel

Das Buch, das auf das Licht zeigt – nicht das Licht selbst
„Im Anfang war das Wort… und das Wort wurde Fleisch.“
(Joh 1,1.14)

Die Bibel, wie wir sie heute kennen, ist nicht vom Himmel gefallen.
Sie ist über viele Jahrhunderte gewachsen – durch Menschen, die Gott suchten, hörten, stritten, beteten, hofften.
Das Alte Testament wurde Schritt für Schritt gesammelt, geordnet, überliefert.

Die Bücher des sogenannten "Alten Testaments" wurden von verschiedenen jüdischen Gremien in einer Zeitspanne von ca. 600 Jahren als Heilige Schriften erklärt.
(die Tora etwa 500 Jahre vor Christus; die Propheten und andere Schriften etwa 200 Jahre v.Chr.)
Das Neue Testament wurde über Jahrzehnte geschrieben, gelesen, geprüft, Schriften ausgelesen, ausgeschieden, aufgenommen, wieder verworfen, von den einen befürwortet, von anderen abgelehnt – und die heutige Fassung erst im 4. Jahrhundert von der Kirche als verbindliche Sammlung bestätigt.

Die Entstehung Bibel ist also ein Weg.
Eine Bibliothek aus Stimmen, Zeiten, Erfahrungen.

Aber:
Die Bücher der Bibel sind nicht Gott.
Sie sind nicht Jesus.
Sie sind nicht der Heilige Geist.

Die Bibel (Bibliothek) ist Zeugin – nicht Ziel.
Wegweiser – nicht Weg.
Fingerzeig zum Licht – nicht das Licht selbst.

Jesus ist das lebendige Wort Gottes
Die Bibel erzählt von Jesus.
Aber Jesus ist mehr als ein Text.
Er ist Gottes Herz in menschlicher Gestalt.
Er ist Liebe mit Händen und Füßen.
Er ist Licht, Wahrheit, Weg, Leben.

Wenn wir die Bibel lesen, kann es geschehen, dass wir Gott begegnen.
Dass wir gestärkt, bestätigt und berührt werden.
Ja sogar, dass wir wirklich anfangen an Gott zu glauben mit dem Herzen.
Mit Auswirkungen auf unser Leben.

Wenn wir aber die Bibel mit einem falschen Verständis lesen - die Bibel Gott, Jesus und dem Heiligen Geist gleichstellen, kann das Lesen der Bibel genau das Gegenteil dessen auslösen, was Jesus uns vorgelebt und in seinen Botschaften uns Nachfolgern gesagt hat.
Falsches Bibelverständnis führt zu Rechthaberei, Verurteilung, Härte. Es wirkt letztendlich der Liebe Gottes entgegen und macht Gottes Erlösungswerk durch Christus klein.
Falsches Bibelverständnis engt die Menschen ein, statt sie frei und fröhlich zu machen.

Die Gemeinschaft (Netzwerk) der Glaubenden:
-ist Leib Christi
-ist Wohnort Gottes in dieser Welt
-ist Licht, das in der Dunkelheit leuchtet

Nicht weil Christen perfekt sind.
Sondern weil Christus in ihnen wohnt.

Die Bibel ist wichtig.
Aber sie ist nicht heilig. Sie zeigt auf den Heiligen.
Sie ist wertvoll, weil sie uns zu Jesus führen kann.
Jesus führt und begleitet uns in der Welt – durch seinen heiligen Geist.
Christen sind Lichtträger.

Schlussgedanke
Die Bibel ist ein Geschenk.
Ein gewachsenes, menschlich-göttliches Zeugnis.
Aber das größte Geschenk ist Jesus selbst.

Und das größte Wunder ist:
Er schreibt seine Geschichte weiter –
nicht nur auf Papier,
sondern in unseren Herzen,
und durch unser Leben in dieser Welt.