52)Frei
Freiheit mitten in unserer Unfreiheit
„Wenn euch der Sohn frei macht, dann seid ihr wirklich frei.“ (Joh 8,36)
Sklaverei, die niemand selbst gewählt hat
Jesus sagt: „Jeder, der sündigt, ist ein Sklave der Sünde.“
Das klingt hart – aber es ist keine Anklage. Es ist eine Tatsache.
Es ist eine Beschreibung unserer Welt.
Wir werden in eine Wirklichkeit hineingeboren,
in der Schönheit und Zerbruch nebeneinanderstehen.
Licht und Schatten.
Liebe und Egoismus.
Trost und Schmerz.
Niemand hat sich das ausgesucht.
Kaum jemand hat sich bewusst für die Sünde entschieden.
Sie ist einfach da. Teil der Welt, in der wir leben –
und damit Teil unseres Lebens.
Jesus befreit nicht VON der Sünde – sondern TROTZ der Sünde
Die Freiheit, die Jesus schenkt, bedeutet nicht:
„Ab jetzt sündigst du nie mehr.“
Das wäre eine Lüge. Auch Menschen, die das Evangeliumg (gute Nachricht) angenommen haben und sich alle Mühe geben, danach zu leben, sündigen noch.
Die von Jesus angebotene Freiheit bedeutet:
Du gehörst nicht mehr der Sünde.
Sie definiert dich nicht.
Sie besitzt dich nicht.
Sie spricht nicht das letzte Wort über dich.
Jesus ruft uns nicht in eine sündlose Perfektion,
sondern in eine erlöste Zugehörigkeit.
Wir sind frei – nicht weil wir makellos wären,
sondern weil er uns durch seinen Weg erlöst hat.
Erlösung für die ganze Welt – und für dich
Jesu Befreiung ist kein exklusives Angebot für die Starken,
die Frommen oder die moralisch Erfolgreichen.
Sie gilt der ganzen Welt.
Allen, die in dieser gebrochenen Wirklichkeit leben.
Allen, die sich nach Licht, Hoffnung und Erlösung sehnen.
Seine Freiheit ist ein Geschenk, das mitten in unserer Unvollkommenheit zu wirken beginnt.
Nicht erst am Ende unseres Lebens –
aber erst nach diesem Leben wird sie vollkommen sein.
Heute: Frei, weil Jesus dich frei macht
Du darfst heute frei sein,
auch wenn du deine Schwächen kennst.
Du darfst heute erlöst sein,
auch wenn du noch stolperst.
Du darfst heute Kind Gottes sein,
auch wenn die Welt um dich herum dunkel bleibt.
Denn Jesus sagt nicht:
„Werde perfekt, dann befreie ich dich.“
Sondern:
„Ich befreie dich – und in dieser Freiheit darfst du leben.“